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KEV: Förderung in die umgekehrte Richtung

Beamten-Mikado? Wer sich bewegt hat verloren.

Heute besuchte ich mit einem Geschäftspartner einen innovativen Solarstromproduzenten, der seinen sauberen Strom dem Staat, also der Allgemeinheit verkauft. Dafür hat er privates Geld in eine Photovoltaikanlage investiert und erhält pro Jahr rund CHF 20’000.- für seinen sauberen Strom. Finanziert über den Netzzuschlag von 2.30 Rp./kWh, den alle Stromkonsumenten in der Schweiz bezahlen.

Da der Produzent noch mehr gut geeignete Dächer hat, überlegt er sich die Anlage zu erweitern. Er könnte eine zusätzliche Solarstromanlage mit rund 80 kWp installieren und Solarstrom für ca. 20 Häuser produzieren.

Der Haken: Wenn er eine solche Anlage baut und nochmals ca. CHF 100’000.- investiert, kürzt ihm der Bund den Fördertarif und er würde nach der Erweiterung sogar weniger erhalten als heute.

Gemäss Berechnungsformel von Pronovo, die hier veröffentlicht wurde.

Tarif neu = ((100 kWp x 20 Rp./kWh) + (80 kWp x 0 Rp./kWh)) / 180 kWp = 11.11 Rp./kWh

Alte Vergütung: 100’000 kWh x 20 Rp./kWh = CHF 20’000.-
Neue Vergütung: 180’000 kWh x 11.11 Rp./kWh = CHF 19’998.-

Man wird also noch bestraft wenn man eine Anlage erweitert. Ist das wirklich im Sinne des Erfinders?

So geht Solarstromförderung – nur in die falsche Richtung.

Published inEnergieGesellschaftPolitikStaatWirtschaft