Zum Inhalt

Befreiung von KEV-Abgabe

Thurgauer Kantonsratskandidat fordert Befreiung von der KEV-Abgabe

Gachnang, 3. März 2016 – Die geplante Erhöhung der Kostendeckenden Einspeisevergütung sei für die KMU geprägte Wirtschaft ein Problem. Abhilfe schaffen würde die Befreiung der KEV-Abgabe für Betriebe, die selber erneuerbare Energien verbrauchen.

mr2016Derzeit wird in Bundesbern über die Energiestrategie 2050 debattiert. Die Erhöhung der Kostendeckenden Einspeisevergütung KEV von derzeit 1.5 auf 2.3 Rappen pro Kilowattstunde ist beinahe unbestritten. Mit der Erhöhung sollen mehr Mittel zur Verfügung stehen um Zehntausende von Photovoltaikanlagen mit einem Einspeisetarif während 20 Jahren zu fördern.

Für den freisinnigen Thurgauer Kantonsratskandidaten Marco Rüegg ist dieser planwirtschaftliche Ansatz falsch. Die Erhöhung der Förderabgaben würde aus seiner Sicht die Schweizer Unternehmen während Jahrzehnten unnötig belasten und Innovationen blockieren. Am meisten stört den Energiemarkt-Experten jedoch die Bestrafung der nachhaltig handelnden Unternehmen, die bereits Oekostrom einkaufen oder gar selber produzieren und verbrauchen. Diese hätten die Energiewende nämlich schon vollzogen. Dass solche fortschrittlichen Unternehmen mit der KEV-Abgabe zusätzlich belastet werden sei nicht fair.

Konkret: Ein Unternehmen mit einem Stromverbrauch von 10’000 Megawattstunden (MWh) könne mit einer Investition von jährlich CHF 50’000.- zertifizierte Schweizer Wasserkraft mit 5% Oekostromanteil einkaufen. Zusätzlich müsse das Unternehmen aber jedes Jahr CHF 230’000.- KEV-Abgaben an den Staat abliefern. Über 20 Jahre gerechnet rund 4.6 Millionen Schweizer Franken. Dieses Geld würde besser investiert werden in eigene Photovoltaikanlagen mit Batteriespeichern, zur Erhöhung der Energieeffizienz oder zur Verminderung von CO2. Zudem würde durch die KEV-Befreiung Geld zur Verfügung stehen um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken. Ein Beitrag also zur Sicherung von wertvollen Arbeitsplätzen.

Mit der Idee der KEV-Befreiung rennt der Unternehmer in Wirtschaftskreisen offene Türen ein. Er will nun die Gespräche mit Verbänden und der nationalen Politik intensivieren und die KEV-Befreiung vorantreiben. Dass Strombezüger, die sich nicht um ihre Energiequellen kümmern, mit einer KEV-Abgabe bestraft werden, stört Rüegg hingegen nicht. Diese „Strafabgabe“ könne aus seiner Sicht sogar noch höher sein als 2.3 Rappen pro Kilowattstunde.

Download der Medienmitteilung: KEV-Befreiung_3Maerz2016
Kontakt: Marco Rüegg, 079 862 39 78, marco.rueegg@fairpower.ch

Online-Petition „KEV-Befreiung“

Jetzt Online unterschreiben: http://chn.ge/1Wa864t

 

Published inEnergieStaatUmweltWirtschaft

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.